und noch einmal… Plastikfreies im Bad

von Barbara Wagner
Gerade in pandemischen Zeiten tut es gut, sich und seinen Körper zu pflegen und zu verwöhnen. Hierfür habe ich eine Körpercreme selbst gemacht. Die Zutaten gibt es bei Tante Emma’s Bruder als Gesamtpaket mit einer prima Anleitung. Es geht ganz einfach und unkompliziert, die drei Komponenten zu einer Creme zu verarbeiten.

Um die Creme haltbar zu machen, habe ich zunächst eine kleinere Menge angefertigt, einen Teil im Kühlschrank aufbewahrt und einen Teil im Bad in Benutzung. Beim nächsten Mal werde ich die Flüssigkeit nicht in ein Glas füllen, sondern in ein Eiswürfelbehältnis. So lässt es sich leichter dosieren und anwenden. Die Creme duftet sehr gut – auch ohne Parfümierung – und hält recht lange. Die Haut fühlt sich gut an und das macht gute Laune: Nicht nur, weil kein Abfall entsteht, sondern auch weil die Wirkung lange anhält und der Haut gut tut.

Im Bad gibt es übrigens ganz viele Möglichkeiten, auf Plastik zu verzichten. Hier meine Produktempfehlungen zur täglichen Körperpflege: In der Dusche Seife und Haarseife, nach dem Duschen einen Deostein aus Bergkristall, selbst gemachte Creme, Zahnputztabletten, eine Zahnbürste aus Bambus, Zahnseide aus Bambus und Wattestäbchen aus Recyclingpapier.

Das Deo ist leer!

Ja auch für Deo gibt es DIY Rezepte. Ausgesucht wurde von uns die Variante von schwatzkatz
Der Grund? Das Bienenwachs, welches in den meisten anderen Rezepten angewendet wird, kann wohl Flecken in der Kleidung verursachen. -Nein- selber ausprobiert haben wir es nicht. Aber wenn es stimmt muss man sich ja nicht unnötig ärgern wo es doch die Alternative mit Carnaubawachs gibt.

Also ging es los die Zutaten zusammenzustellen:

12 Gramm Carnaubawachs

36 Gramm Kokosöl

10 Gramm Natron

20 Gramm Stärke

10 Tropfen ätherisches Limettenöl

2 Tropfen ätherisches Teebaumöl

Wichtig ist es die Grammangaben zu beachten damit die Konsistenz stimmt.

Außerdem braucht ihr eine Deohülse, ich habe einfach eine alte wiederverwendet. Dann auch noch etwas Backpapier, damit die Löcher abgedeckt werden und die Deomasse nicht einfach unten wieder rauskommt. Achtung wegen der Gewindestange, hier müsst ihr ein kleines Loch einstechen.

 

Das Wachs im Wasserbad schmelzen. Das geht nur mit wirklich heißem Wasser, denn Carnaubawachs hat seinen Schmelzpunkt. erst bei 82 °C. Es dauert also etwas. Wir haben es auf dem Herd geschmolzen. Und nur mit dem Zinken einer Gabel rühren, sonst wird das Wachs an der Gabel wieder fest.

Wenn sich das Carnaubawachs komplett verflüssigt hat wird das Kokosöl dazugegeben und ebenfalls geschmolzen.

Die Natron-Stärkemischung dann nach und nach unterrühren und darauf achten, dass sich keine Klumpen bilden.

Dann aus dem Wasserbad rausnehmen und etwas akühlen lassen, so 5 Minuten etwa. Dabei auch unbedingt rühren. Als letztes kommen nun die ätherischen Öle dazu. Erst am Schluss und wenn es nicht mehr zu heiß ist, damit sie sich nicht verflüchtigen. Ebenfalls unter Rühren zugeben und weiterrühren bis die Masse zähflüssig ist.

Die Masse jetzt in die vorbereitete Deohülse geben. Wenn etwas übrig ist, einfach in einem kleinen Behälter sammeln und so verwenden.

 

Verbesserungspotential:

Wir haben das Wachs in einem Metallschüsselchen geschmolzen, werden es das nächste Mal aber eher in einer Plastikschüssel versuchen. Da die Metallschüssel schnell abkühlt wurde das flüssige Wachs am Rand schneller wieder fest als in der Mitte. Auch werden wir dann eine Hartplastikgabel und eventuell einen Hartplastiklöffel verwenden. Haben wir alles noch im Haus hoffen wir es klappt dann etwas besser und klebt nicht dauernd so arg fest.

Zeitaufwand:   

1/2 bis 1 Stunde dauert es schon, das Wachs braucht seine Zeit bis es schmilzt.Etwas Geduld ist gefragt.

Müll:   

Viel weniger bis Null die Zutaten halten uns gefühlt ne halbe Ewigkeit bis ihre Umverpackungen im Müll landen.

Geldbeutel:

Ähmn gar nicht richtig nachgeschaut…

 

Übrigens: Wir haben die Rezepte gesucht, ausprobiert und für uns und unsere Anwendung für gut befunden. Weder meine Frau noch meine Kinder oder ich sind Kosmetiker*in, Arzt*in oder Mediziner*in. Wer es nachmacht tut dies auf eigene Gefahr.

 

Im Bad geht noch was …

Thomas Henne

Ich stelle um …

Weniger Plastik geht in kleinen Schritten. Ich stelle im Bad auf eine Zahnpasta im Glas um, nutze einen Deoroller im Pappkarton und eine Duschseife und dann habe ich mir für Reisen eine Holzzahnbürste mit Naturborsten besorgt. Geht ganz einfach und kann man auch bei www.Tante-Emmas-Bruder.de in Friedrichshafen kaufen. Jetzt brauche ich noch Tipps für das Mundwasser und das Haarspray,
dann ist in Bad und WC alles ok!

Thomas Henne

ohne Folie

Meine „Sommerlimonade“ mache ich mir selbst mit frischen Zitrusfrüchten, die ich von der Schale befreie und in kleinen Stücken in einen Glaskrug gebe, um es anschließend mit Wasser aus der Leitung zu übergießen. Mehrere Aufgüsse sind möglich, wie natürlich auch die Zugabe von Zucker – wobei Saftorangen an sich schon sehr süß sind. Angeschnittenes Obst lege ich einfach mit der Schnittstelle auf einen Teller – dann ab damit in den Kühlschrank. So trocknet die Schnittstelle nicht aus. Außer Biomüll ist nichts zu entsorgen.

Snack to go – plastikfrei!

Leere Gläser mit Schraubverschluss eignen sich hervorragend als Aufbewahrungsbehältnisse:

Kleine Gläser für Gewürze, große für Krimskrams und – je nach Hunger oder Geschmack – findet sich bestimmt die richtige Größe auch für einen frischen Pausensnack, unterwegs, im Büro oder wo auch immer. Einfach mit Leckereien (am besten vom Markt, regional / Bio!) nach Lust und Laune füllen. Hier ein Beispiel für Knabbereien aus Rohkost. Geht natürlich auch mit Gekochtem.

Schont die Umwelt und den Geldbeutel!